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Das will ich aber nicht!

von | Jul 2, 2021 | Glückswende | 0 Kommentare

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Wichtig im Leben ist es zu wissen, was man nicht will. Allerdings gibt es unendlich viele Varianten von Dingen, die man nicht will. Die meisten Menschen konzentrieren sich fast ausschließlich darauf, was sie nicht wollen. Dadurch ziehen sie genau das, was nicht wollen geradezu magisch an. Das Gesetz der Anziehungskraft ist wie ein Naturgesetz und wirkt immer gleich. Das, worauf du deine Aufmerksamkeit lenkst, ziehst du automatisch an, heißt es. Doch ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Du bekommst immer das, was du am liebsten tust.
Wenn du dich oft (also gerne) aufregst, bekommst du mehr Gründe, dich aufzuregen.
Wenn du dich oft (also gerne) ängstigst, bekommst du mehr Gelegenheiten, Angst zu haben.
Wenn du oft (also gerne) Dramen veranstaltest, wirst du Menschen und Gelegenheiten an die Seite gestellt bekommen, die dir Dramen liefern.
Wenn du gerne etwas vermeiden möchtest, dann wirst du oft die Möglichkeit bekommen, genau das zu vermeiden.
Bist du gerne und oft glücklich, wirst du oft Gründe zum Glücklichsein bekommen.
Liebst du gerne, wirst du Menschen treffen, die auch gerne lieben.
Daran ist nichts mystisches oder magisches. Deine Gedanken steuern deine Wahrnehmung und die Bewertung der Wahrnehmung und deine Handlungen.
Du siehst also mehr rote Autos, wenn du auf der Suche nach einem neuen Auto bist, das rot sein soll. Deswegen wirst du öfter Gebrauchtwagenhändler oder entsprechende Internetseiten aufsuchen und ein rotes Auto kaufen. Entweder, weil du mit blauen und grünen Autos bisher immer nur Pech hattest, oder weil deine bisherigen roten Autos alle zuverlässig waren.
Deine Wahrnehmung, also alles was du siehst, hörst, riechst, spürst und schmeckst wird von deinen Gedanken, Erfahrungen und Erinnerungen bewertet. Das Ergebnis dieser Bewertung entscheidet über deine Handlungen.
Und deshalb wirst du unterbewusst (also ohne Bewusstsein) entsprechend sprechen und handeln oder eben schweigen und nichts unternehmen.
Du umgibst dich automatisch mit Dingen und Menschen, die dir genau das bringen, wonach du sprichst und handelst.
Dabei entspricht dir das in den allermeisten Fällen nicht wirklich.
Der Gedanke »DAS will ich aber (so) nicht«, sorgt dafür, dass du genau das genau so bekommst, wie du es nicht haben willst. Ganz automatisch.
Leider ist unser Gehirn gepolt, 92,5% negativ und nur 7,5% positiv zu denken. Mehr dazu kannst du im Kapitel Stehe ich richtig in unserem Buch SEELENWEITE lesen.
Denkst du stattdessen jedoch darüber nach was du eigentlich willst und noch besser, was du wirklich brauchst, kommst du der Sache schon näher. Du wirst deine Worte und (noch viel wichtiger) Handlungen entsprechend nach dem ausrichten, was du willst. Oft kommt als nächstes der Gedanke: »Das kann ich (mir) aber nicht leisten« Die Auflösung zu dieser Voreinstellung beschreibe ich hier {hier zu Blogeintrag verlinken}.
Sobald du diese Hürde umschifft hast und bereit bist, das zu tun, was zur Erfüllung deines Wunsches oder zur Deckung deiner dir entsprechenden Bedürfnisse zu tun ist, wirst du au noch eine Hürde stoßen.
Du willst das, was du dir wünscht oder deine Bedürfnisse auf eine bestimmte Art und Weise und in einer bestimmten Ausprägung bekommen. Doch das funktioniert leider wiederum nicht so gut.
Die Erfüllung deiner Wünsche oder Bedürfnisse sind immer an die Gesetze der Physik, Biologie, Chemie und andere Naturgesetzte gebunden. Das bedeutet, dass du dir zu viele Kleinigkeiten vorstellen kannst, die leider unrealistisch sind. Das fällt dir gar nicht auf, da du ja nicht alle Gesetze und das Zusammenspiel aller Faktoren kennst, die die Wunscherfüllung einschränken und unmöglich machen.
Sehr oft geht es also nicht nur darum, daran zu denken und zu fühlen, was du willst, sondern die genaue Vorstellung, wie und wann du es haben möchtest, einfach mal wegzulassen.
Als Beispiel dient mir oft in Gesprächen zu dem Thema derdie perfekte Partnerin. Auch wenn man sich sicher ist, dass man kein Schema eines Traummenschen besitzt, dann gibt es aber trotzdem immer Dinge, die man lieber mag, nicht so gerne mag, sher gut tolerieren oder gar nicht leiden kann. Erst neulich wurde ich unfreiwillig Zeuge eines Gesprächs zwischen zwei Frauen, die sich gegenseitig erzählten, was ihr nächster Partner unbedingt mitbringen muss und wie er auf keinen Fall aussehen darf und welche Eigenschaften nicht tolerierbar waren.
Stellst du dir vor, dass die nächste Person an deiner Seite eine bestimmte Haarfarbe oder Figur, schöne Hände oder andere Körperteile besitzen soll, intelligent und humorvoll, aber bitte nicht intelligenter oder witziger als du selbst sein soll und bitte in etwa dieselben Interessen wie du haben sollst, dann wirst du genau nach diesen Merkmalen Ausschau halten.
Magst du gerne braune Haare, wirst du Menschen mit blonden Haaren oder ohne Haare meiden. Kann ein Mensch dich nicht so gut zum Lachen bringen, wirst du keine Beziehung mit ihm anfangen. Und ist er zu schlau oder zu dumm, zu selbstbewusst oder zu schüchtern für dich, wirst du nicht auf die Person anspringen.
Selbst wenn alles andere passen sollte und nur einige Kleinigkeiten, die dir aber gerade wichtig sind, wirst du alles daran setzen, jemanden zu finden, der deine Vorstellungen erfüllt. Egal wie wenig er sonst zu dir passt oder gut für dich ist.
Zu diesen Vorstellungen gehören auch viele unbewusste. So wollen viele Menschen ihre Partner nach ihrem Geschmack formen können oder an ihnen ihr Helfersyndrom ausleben. Andere glauben, dass nur Partner mit demselben Weltbild, denselben(meist negativen) Erfahrungen (wie zum Beispiel körperliche oder physische Defekte und Krankheiten) sie verstehen und tolerieren können.
Viele solcher Vorstellungen entscheiden, welche Person du als nächstes wählen wirst.
Zusätzlich müssen natürlich noch andere biologische Gesetze erfüllt werden. Ihr müsst euch gut riechen und hören können, zum Beispiel.
Du siehst schon an diesem Beispiel, wie viele Faktoren eine Rolle spielen. Selbst bei über 7 Milliarden Menschen auf der Welt ist die Wahrscheinlichkeit, dass genau der Mensch, den du dir vorstellst UND der auch noch in allen eigentlich wichtigen Punkten zu dir passt, so dass ihr mühelos eine glückliche Beziehung führen könnt, überhaupt existiert, verschwindend gering. Vielleicht gibt es diese Person sogar, nur leider wohnt sie auf der anderen Seite der Welt in einem unzugänglichen Gebiet und ist gerade 3 Jahre alt geworden.
Nun wird das Ganze einfacher, wenn du einfach alle Vorstellungen des Wie, Wo und Wann weglässt und ganz offen durch die Welt gehst.
Genau dann geschehen nämlich Wunder.
Solche Wunder passieren immer auf dieselbe Weise. Du schränkst deine Gedanken und Gefühle nicht ein. Das eröffnet dir eine Vielfalt an Möglichkeiten. Du gibst Menschen eine Chance, die dir einfach so sympathisch sind. Dabei führen dich dein Geruchssinn, dein Gehör, dein Gespür und Gefühl. Du kannst auf diese Art und Weise gar nicht an die falsche Person geraten.
Deine Vorlieben und Abneigungen beruhen alle auf Erlebnissen, die du mit allen Menschen, denen du im Laufe deines Lebens begegnet bist. Nicht nur auf bisherigen Partnern. Du wirst meist von einem bestimmten Typ angezogen, der deinen Eltern ähnelt oder jemandem, den du sehr geliebt hast. Oder du hast so schlechte Erfahrungen mit diesen Menschen gemacht, deswegen suchst du dir genau den gegenteiligen Typen aus. Das sind unbewusste Mechanismen.
Durch deine Offenheit und Bewusstheit im Umgang mit allen Menschen wirst du diese Mechanismen aushebeln und die für dich in einer Partnerschaft geeignete Person wählen. Dabei wirst du feststellen, dass viele deiner Vorstellungen und unbewussten Kriterien (die dir dann bewusst werden) einfach gar keine Rolle spielen. Du wirst feststellen, dass du für diesen Menschen Dinge tolerieren kannst, die du für unvorstellbar hieltest. Es werden Dinge geschehen, die weit jenseits deiner Vorstellungskraft liegen.
Und das bezieht sich auf jeglichen Wunsch und jedes Bedürfnis, die dir wirklich entsprechen.
Ich gehe seit Jahren einfach davon aus, dass das Leben und die Welt mich reichlich beschenken möchte. Ich vertraue fest darauf. Nur ich allein kann das verhindern und mich dem in den Weg stellen. Seitdem bekomme ich Dinge und lerne Menschen kennen, die weit jenseits dessen gut für mich sind, als ich es mir vorstellen kann. Und jedes einzelne Mal, wenn ich mir etwas vornehme oder vorstelle, bemerke ich im Nachhinein, dass ich mir damit nur selbst im Weg gestanden habe. Sobald ich meine Vorstellungen und Erwartungen fallen lasse, funktioniert alles genauso, wie ich es brauche. Oft erkenne ich erst dann, was ich IN WIRKLICHKEIT benötigt habe.
Im Buch SEELENWEITE habe ich einen ganzen Abschnitt mit mehreren Kapiteln diesem Thema gewidmet. Wenn du Interesse daran hast, dann lies doch gerne den Abschnitt Lebenslenker.

Das will ich aber nicht!

von | Jul 2, 2021 | Glückswende | 0 Kommentare

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