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Die Comics gibt es nur in der Taschenbuchausgabe

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0.2 Der Katja-Effekt

Lesedauer: 3 Minuten

Der Katja Effekt

Bevor ich dir meine Erkenntnisse beschreibe, möchte ich dir zuerst die Auswirkung meiner Lebensart an einem Beispiel aus meinem Leben veranschaulichen. Ich nenne ihn den Katja-Effekt, weil die Begebenheit um meine gute Freundin und Mitautorin Katja die Tragweite des bewussten Lebens mit möglichst großer Öffnung zur Seele hin demonstriert.

Im Jahre 2019 war ich mitten in meiner Krankheit (s. Kapitel »Von Krankheit«), arbeitslos und hatte noch keine Diagnose, geschweige denn eine Therapie in Aussicht. Ich arbeitete an diesem Buch, wenn es mir einigermaßen gut ging. Mir fehlte jemand, mit dem ich wertfrei meine Erlebnisse und die Erkenntnisse besprechen konnte, die ich aus ihnen zog. In meinem Umfeld waren nur entweder wissenschaftlich oder esoterisch/mystisch orientierte Menschen präsent. Sobald ich mit einem von ihnen sprach, bekam ich eine wertende Reaktion, die ganz ihrem Glaubenskontext entsprach.

Das war mir zu dem Zeitpunkt jedoch nicht so bewusst. Anstatt mir jemanden zu wünschen, der mich wirklich versteht, meine Erlebnisse und Erkenntnisse nachvollziehen und mir auch entsprechende Rückmeldungen geben könnte, wünschte ich mir einfach Hilfe beim Projekt Seelenweite. In meiner damaligen Wahrnehmung meinte ich damit jemanden, der mir beim Lektorat half, die Texte las und mir vielleicht sogar die Veröffentlichung abnahm. Mit dem Wort »wünschen« meine ich die Äußerung eines Bedürfnisses. Es hat nicht so sehr mit dem »Wunsch ans Universum« zu tun. In diesem Fall war es eher ein Ausdruck meiner Überforderung und Ängste.

Nun passierte folgendes: Fast genau ein Jahr zuvor las jemand meine Online-Version des Buches zum Thema Hochsensibilität auf http://www.achtsam-zum-urvertrauen.de und schrieb eine Mail an mich. Zur gleichen Zeit wurde der Mail-Server gehackt, der meine Mailpostfächer enthielt. Alle Mails waren auf einmal verschwunden. Von meinen privaten und geschäftlichen Mails besaß ich eine Sicherung. Da jedoch kaum jemand mein Autorenpostfach anschrieb, waren diese Mails einfach futsch. Acht Monate später stellte der Mailanbieter für eine andere Firma Sicherungen von deren Postfächern wieder her. Das spülte auch genau 3 Mails in mein Autorenpostfach zurück. Eine Spammail, die Mail einer Kollegin und die Mail der Person von meiner Website. Als ich die letzte Mail gelesen hatte, war ich ganz ergriffen ob des Inhalts und nahm mir vor, sie zu beantworten. Dann vergaß ich das genau vier Monate lang. Als ich dann doch noch zurückschrieb entstand eine kurze aber gehaltvolle Korrespondenz. Ein paar Tage später bekam ich von jener Person eine Nachricht mit dem Text: 

»Guten Morgähn, Markus…

Normalerweise in Wuppertal beheimatet machen wir gerade Urlaub in unserem Ferienhaus in Norderstapel. Ich hab‘ gesehen, dass du in Koldenbüttel wohnst… Magst du dich mit uns mal auf einen Kaffee treffen, wir würden uns sehr freuen, dich mal persönlich kennenzulernen…?!

Liebe Grüße

Katja«

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Ich ahnte nicht, welche Dimensionen diese kurze Nachricht annehmen würde. Trotz etlicher Widrigkeiten und Terminverschiebungen innerhalb von 72 Stunden konnten wir uns 3 Tage später treffen. Meine ersten Worte lauteten: »Hallo, ich bin Markus und du bist Katja, ich hab dich sofort erkannt.« Das war sehr lustig und Katja amüsiert sich heute noch darüber. Ich meinte eigentlich, dass ich sie anhand ihres Profilbildes im Social Messenger erkannt hatte. Später stellte sich aber heraus, dass ich sie auch als meine Helfershelferin und Freundin sofort erkannt hatte.

Wir verbrachten einen sehr intensiven und schönen Nachmittag und kommunizieren seither beinahe täglich. Schnell stellten wir fest, dass uns viele Gemeinsamkeiten verbanden, auch wenn wir sehr unterschiedliche Menschen sind. Wir erlebten viele Dinge zeitgleich und parallel in leicht abgewandelten Ausprägungen. Die Gespräche über diese Erlebnisse ermöglichen eine intensivere Reflexion und erzeugen viel tiefgreifendere Erkenntnisse.

Es ist so, als hätte die Seele bereits ein Jahr zuvor gewusst, dass ich Hilfe benötigen würde. Und wie es oft der Fall ist, seit ich mich mit Seelenweite und dem dahinter liegenden System beschäftige, übertrifft die Erfüllung meiner Wünsche und Bedürfnisse meine Vorstellungen bei weitem.

Aus einer einfachen Mail, einem Serverhack, einer vergessenen Antwort und einem spontanen Treffen ist etwas ganz wundervolles und einmaliges entstanden, das perfekter ist, als ich es mir je in Gedanken oder mit Gefühlen hätte ausmalen können.

Obwohl ich dieses Buch ganz allein in Buchstaben gegossen habe, ist Katja ein wichtiger Teil des Prozesses. Deshalb sehe ich sie als meine Co-Autorin an, die ihren Teil in gesprochenen Worten beigetragen hat.

Genau das ist die Art und Weise, wie Seelenweite funktioniert.