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6.1 Dreiseitenpyramide

Lesedauer: 11 Minuten

Manche Dinge haben nicht nur zwei, sondern gleich drei Seiten. Ein Dreieck zum Beispiel.

Und als Dreieck empfinde ich die Beziehung zwischen meinem Körper, meinem Verstand und meiner Seele. Ich habe für mich einmal als Skizze visualisiert, was ich in meinem Leben erfahren habe.

Einige Jahre verbrachte ich in jeder Ecke dieses Dreiecks. Eine Zeit lang habe ich mich nur um meinen Verstand gekümmert und Leib und Seele vernachlässigt. Das passierte natürlich nicht ganz plötzlich, sondern fand als Prozess nach und nach statt. Der Weg dorthin und zurück dauerte jeweils mehrere Jahre. Ich kümmerte mich nur so weit um meinen Körper, wie es notwendig war, dass er nicht ganz verkam. Um meine Seele kümmerte ich mich beinahe gar nicht. Ich beschäftigte mich hauptsächlich mit der Anhäufung von Wissen, Gedankenexperimenten und der von meinem Verstand gesteuerten Erkundung der Welt und des Lebens. Ich versuchte den Grund unseres Daseins mit und in meinem Kopf zu ergründen. Da ich als Kind – wie wir alle – das Gleichgewicht aller drei Teile erlebt habe, war mir das irgendwann einmal nicht mehr genug. Ich erlebte und spürte Dinge, die ich mit meinem Verstand nicht ergründen und erklären konnte. Als nächstes wandte ich mich vollständig meinen Gefühlen zu, was die Situation nicht verbesserte. Diese Zeit zeigte mir, dass es gerade nicht besser ist, sich nur auf sein Gefühl zu verlassen. Zunächst scheint es Vorteile zu  bieten, Entscheidungen spontan aus dem Bauch heraus zu fällen, doch wer dies wirklich einmal konsequent gelebt hat, der wird auch hier viele Reinfälle erlebt haben. Nehmen wir Menschen, die nur noch in ihren Gefühlen baden und diese ständig anregen und vertiefen müssen. Die Liebesromansüchtige, der Actionfilmjunkie und Thrillerliebhaber, die Horrorfanatikerin oder der Dauerzocker dienen hier als Beispiel. Die immer wieder durchlebten Gefühlsbäder während des Konsums der entsprechenden Medien verschaffen die notwendige Abwechslung zum eignen, langweiligen Leben. Dabei werden oft andere Dinge des Lebens dafür vernachlässigt, um ganz in den eigenen Gefühlswelten zu leben.

Schließlich wandte ich mich ganz meiner Seele zu und ergründete die Tiefen der spirituellen Welt. Esoterik, Mystizismus, Religionen, alles was es so gibt habe ich mir angeschaut. Ich habe selbst etliche Experimente in dem Gebiet durchgeführt und geschaut, wie sie sich für mich auswirken. Auch das stellte mich nicht zufrieden und ich merkte, dass mir bei vielen der dort vorhandenen Konzepten ein wirklicher Realitätsabgleich fehlte. Mir ist immer wichtig, die Frage zu stellen, was das alles mit meinem ganz normalen Alltagsleben zu tun hat.

Menschen, die fast ausschließlich mit dem sogenannten feinstofflichen, also seelischen Leben beschäftigt sind, neigen dazu, eher die abwegigeren Theorien als real anzunehmen, als das zu sehen, was direkt vor ihrer Nase liegt oder steht. Je unprüfbarer die Theorien sind, desto eher werden sie geglaubt. Reiner Glaube ohne Bezug auf das alltägliche Leben bietet einfache Antworten. Diese Antworten können ja irgendwie lauten, da sie keinen Realitätsbezug benötigen. Die in sich geschlossene Logik der jeweiligen Glaubenswelten geben dem spirituellen Menschen das Gefühl, alles sei stimmig und mit diesem Konzept abgedeckt. Dabei klaffen oft riesige Löcher nach außen, kollidieren also mit der Realität.

Ich habe viele Menschen kennengelernt, die ihr Glück, ihren Frieden und ihr Seelenheil ausschließlich im spirituellen Leben suchen. Sie glauben, dass sie das absolute Elysium der Glückseligkeit erlangen, wenn sie sich nur genügend bemühen, selbst so feinstofflich zu werden, wie es möglich ist.

Wenn du 10 Stunden täglich meditierst oder betest, dich komplett an die Regeln deines Glaubensgebildes hältst und dich nicht mehr mit weltlichen Belangen abgibst, dann wirst du Erleuchtung und/oder Erlösung erlangen. Das ist natürlich überspitzt, aber so kam es mir vor. Je länger ich diese Menschen begleiten durfte, desto klarer wurde mir, dass sie aus der alltäglichen Tretmühle ausgestiegen waren, nur um in eine gleichartige spirituelle Tretmühle umzuziehen. Das Hamsterrad war nun nicht mehr rosa oder blau, sondern violett. Vor allem habe ich festgestellt, dass die meisten spirituellen Glaubensvorstellungen, Ansichten und Konzepte wenig mit meinem Alltag zu tun hatten. Es kann ja sein, dass irgendwann alles, was ich mir vorstellen kann auch irgendwo möglich ist. Es kann auch sein, dass überall Engel, Naturgeister, Seelen von Verstorbenen oder sonstige unsicht- und unfühlbare Wesen herumstreunen, mit denen einige Menschen kommunizieren können. Aber was hat das mit meiner Realität und meiner Gegenwart zu tun? Nichts. Eine Suche nach Antworten in der feinstofflichen Welt bringt mir nichts, wenn die Antworten nicht alltagstauglich sind.

Die tief spirituellen Menschen waren alle nicht viel glücklicher, oder bewusster als die Menschen, die ich während meiner rationalen und gefühlsbetonten Verstandesphasen kennengelernt hatte. Vor allem fiel mir auf, dass die meisten entweder Verstand oder Seele gelten ließen und der jeweils gegenüberliegenden Seite die Existenzberechtigung absprachen. Verstandesmenschen wollen nicht, dass Spiritualität ein Teil der Welt ist und spirituelle Menschen sprechen der Wissenschaft ihr Misstrauen aus. Zum Beispiel ist der Glaube in Schulmedizin versus Alternativmedizin die Regel, denn eine Seite MUSS ja RECHT haben, oder? Nur wenige Menschen erkennen die gesunde Verbindung beider Richtungen an, die sich ergänzen und in ihren jeweiligen Spezialgebieten brillieren.

Die dritte Fraktion habe ich erkundet, als ich meine Sportphasen hatte. Wenn ich Sport treibe, dann tue ich das – wie alles andere auch – sehr intensiv. In solchen Phasen gab ich mich ganz dem Sport und der Erkundung meiner Körperlichkeit hin. Ich lernte entsprechend viele sportlich aktive Menschen kennen, die für ihren Sport lebten. Solche Menschen halten meist nichts von rationalen oder spirituellen Menschen, da sie ihren Körper in den Vordergrund stellen und sich fast ausschließlich um ihn kümmern. Dazu gehören auch Menschen, die sich hauptsächlich um ihr Äußeres sorgen und immer perfekt aussehen wollen. Wenn die Körperpflege den Hauptteil des Tages einnimmt, bleibt keine Zeit mehr für die Beschäftigung mit Verstandes- oder Wissensthemen, geschweige denn dem Kümmern um die seelischen Belange. Genauso ergeht es Menschen, die sich ausschließlich mit ihren körperlichen Gebrechen beschäftigen.

Wer sich einseitig interessiert oder beschäftigt, »vergisst« die ansonsten erworbenen Fertigkeiten oder das gespeicherte Wissen mit der Zeit. Das Gehirn wirft rigoros alles hinaus, was längere Zeit nicht mehr benötigt wird. Und auch wenn ein Mensch, der sich fast ausschließlich mit körperlichen Belangen beschäftigt, sich in dem Feld gut auskennt, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass alles andere Wissen und Erinnerungen auf anderes Erlebtes mit der Zeit verblasst und verloren geht. Natürlich ergeht das dem Kopf- und dem Seelenmenschen genauso. Die Körpermenschen suchen ihr Heil, Glück und ihren Frieden in körperlicher Ertüchtigung, einem schön anzusehenden und exzellent funktionierenden, gesunden Körper. Auch sie werden mit der Zeit feststellen, dass sie es dort nicht allein finden können. So gut unser Körper in der Kindheit, Jugend und im frühen Erwachsenenalter auch aussieht und funktioniert, je älter wir werden, desto mehr verblasst die sichtbare Schönheit. Die meisten Körpermenschen haben Schwierigkeiten mit dem Altern, da dieser Vorgang ihnen die Vergänglichkeit dessen, mit dem sie sich absolut identifizieren, unübersehbar vor Augen führt. Das Ende ist immer abzusehen. Schmerzen und Gebrechen werden mehr, der Körper degeneriert im Alter zusehends. Es gibt keine Umkehr dieses Prozesses, denn er gehört zur Erlebniswelt des Körperlichen dazu. Alles in unserer Welt expandiert, wächst und gedeiht, entwickelt sich körperlich, um dann irgendwann wieder zu verfallen und kaputt zu gehen.

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Mir wurde der Zusammenhang erst auf allen Ebenen bewusst, als ich schließlich so krank wurde, dass ich gar nichts mehr konnte, als im Bett zu liegen. Selbst der Gang zur 15 Meter entfernten Toilette war so beschwerlich für mich, wie ein Gewaltmarsch im Himalayagebirge. Ich lag wochenlang geschwächt und ohne jeglichen Antrieb im Bett, schlief viel oder vertrieb mir einfach die Zeit durch stupides Anschauen von TV-Serien. Im Nachhinein stellte ich fest, dass mein Gehirn nichts von dem Gesehenen behalten hatte. Ich konnte sie später noch einmal anschauen, als wäre es das erste Mal. Ich konnte nicht meditieren, was mir eigentlich dann und wann sehr gut tut. Ich konnte nicht über die einfachsten Dinge nachdenken, da die Schmerzen und die Kraftlosigkeit mich davon abhielten. Mein Körper benötigte meine komplette Aufmerksamkeit. Ich hatte keine wirklich Diagnose meiner Krankheit und es würde noch ein Jahr dauern, bis ich die bekam und eine Medikamententherapie machen konnte.

In der Zeit nach diesem Erlebnis stellte ich fest, dass es in den beiden anderen Extremen meines Lebens genau dasselbe war. Es gab eine Zeit, in der ich so in meiner Gedankenwelt lebte, dass ich alles ausblendete, was nicht Teil dieser Welt war. Ich vernachlässigte meinen Körper komplett über einige Wochen und gelangte an einen Punkt, an dem ich dachte: »Wenn sich jetzt nichts ändert, dann wirst du dich in deinem eigenen Geist und Verstand verlieren und nicht mehr zurück in die Realität finden können.« Der Verstand beanspruchte so viel Zeit und schüttete entsprechend viele körpereigene Drogen aus, dass ich mich von der Welt abgetrennt fühlte und nur noch in meinen ausgedachten Geschichten, im schauen von Dokumentationen und dem Vorgang der Wissensvermehrung schwebte. Dies galt auch für die Gefühlsphase.

Und ebenso erging es mir in der spirituellen Hochphase. Ich hielt alles für möglich, das ich mir vorstellen konnte, und erlebte quasi alles in mir, was ich mir vornahm. Oft wurden diese Erlebnisse auch von außen, also von anderen Menschen bestätigt, wenn sie ihre ähnlichen Erlebnisse mit mir teilten. Ich beschäftigte mich nur noch mit meinem Seelenheil und wie ich Erleuchtung und absoluten Frieden erlangen konnte. Ich wollte niemals mehr von den lästigen Belangen und Nöten des Alltags gestört werden. Auch hier blendete ich alles andere aus, was nicht in diese von mir erschaffene Parallelwelt passte.

Dasselbe war es in den Phasen des intensiven Sports. Wer Sport so intensiv betrieben hat, der weiß, dass zuerst die Schmerzen kommen, dann die Zufriedenheit über die eigenen Leistungen und die eigene Entwicklung. Viele Menschen müssen sich immer wieder selbst übertreffen. Das geht irgendwann nur noch, indem sie sich mit anderen vergleichen und messen. Körperliche Aktivität – vor allem intensiven Sport – belohnt das Gehirn mit der Ausschüttung von Adrenalin und Glückshormonen. Auch hier springt das Belohnungssystem an und überschwemmt den Körper mit eigenen Drogen. Übrigens ergeht es Menschen ebenfalls so, die ihr Glück im Ausleben der Sexualität suchen. Die Kicks müssen immer größer werden.

Körperliche Betätigungen können leicht zur Sucht werden, die der Körper großzügig mit Gefühlsräuschen belohnt.

Mein Ziel war es schon lange, so bewusst wie möglich zu werden, also zu meinem größtmöglichen Bewusstsein zu gelangen. Das Durchleben der Extreme waren Stationen auf meinem Weg dorthin. Mir wurde durch die letzte Station – meiner Krankheitsphase – endgültig bewusst, dass dieses Bewusstsein nicht in einem der Extreme liegt.

Da dieses größte Bewusstsein die Grundlage für echte Freiheit, wirklichen Frieden und wahres Glück sind, sind diese Dinge nicht in einem Teil des Dreiecks allein zu finden. Also all die Verkopften, Gefühlsjunkies, Erleuchtungssüchtigen und Körperfanatiker können dieses Bewusstsein auf ihrem Weg wohl eher nicht erreichen. Jedenfalls vermochte ich dies nicht.

Irgendwann kam mir die Idee, mir den Raum unseres Lebens wie eine Pyramide mit dreieckiger Basis vorzustellen. An jeder Ecke der Basis befindet sich eine extreme Lebensweise. Dort stehen also die Worte Körper, Verstand, Seele. Von jedem Eckpunkt geht eine Linie zur Mitte der gegenüberliegenden Seite. Nun haben wir sechs Flächen in dem Dreieck definiert, die die Schnittmengen der Lebensweisen bilden. In der Mitte kreuzen sich diese Linien. Verlängert man den Mittelpunkt um eine Linie nach oben, so dass die Kanten der seitlichen drei Dreiecke ebenso lang sind, wie die Kanten des Grunddreiecks, münden sie in der Spitze der Pyramide. Sie liegt im Zentrum über dem Grunddreieck. Dies ist nun der Raum, in dem sich unser Leben bewegt. Je mehr man sich der Mitte nähert, desto höher hinauf kann man zum größten Bewusstsein gelangen.

Das bedeutet dann auch, dass jeder sich um die drei ihm anvertrauten Teile seines Lebens gleichermaßen kümmern darf. Dabei steht der Körper stellvertretend für Handlungen, Wahrnehmung und Materie, der Verstand für Gedanken, Gefühle und Erkenntnis und die Seele für Entwicklung, Energie und Spiritualität. Der Körper verankert uns im Hier-und-Jetzt, also in der Gegenwart irgendwo im Universum. Er liefert uns alle Daten zu unserer Umgebung. Er hilft uns alles wahrzunehmen und auszudrücken und die Materie zu manipulieren, also mit der Welt zu interagieren. Der Verstand ermöglicht uns, in der Zeit zu reisen und Vergangenes zu verarbeiten und zukünftiges zu erschaffen. Er erkennt die Realität und gleicht alles Erlebte mit ihr ab. Er hilft uns zu verstehen. Die Seele strebt nach Entwicklung und Erlebnissen. Sie hilft uns das Wahrgenommene und vom Verstand bewertete mit Wohlwollen, Liebe und Fürsorge zu betrachten und den Ausdruck durch den Körper entsprechend zu gestalten. Außerdem will sie einen Zustand von Liebe, Glück, Harmonie und Frieden erreichen. Zusammen sind sie ein unschlagbares Team, das alle Bereiche des Lebens abdeckt und jede Herausforderung bewältigen kann. Nun wird dir vielleicht auch klar, dass dieses Team nur reibungslos funktioniert, wenn alle drei Teammitglieder in ihren jeweiligen Fachgebieten auch zum Zug kommen und nicht in irgendeiner Weise beschränkt, ignoriert, vernachlässigt, bevorzugt oder herabgesetzt werden. Jedes Teammitglied steuert wichtige Eigenschaften bei, die zusammen das höchste Bewusstsein ergeben.

Aber wozu dieser ganze Rummel um das höchste Bewusstsein?

Je bewusster du lebst, desto mehr verändert sich die Qualität deiner Erlebnisse. Vergleiche es mit einer Reise. Du fährst mit einem Hochgeschwindigkeitszug und blickst aus dem Fenster. Du siehst nur schnell vorüberziehende Linien und kannst die Fahrt nicht beeinflussen. Du kannst nicht lenken oder langsamer werden, nicht anhalten und es gibt nur vordefinierte Stellen, an denen du den Zug verlassen kannst. Das ist die Voreinstellung der meisten Menschen auf dieser Welt zu dieser Zeit.

Im Auto hast du schon mehr Kontrolle. Du kannst schneller und langsamer fahren, nach links oder rechts abbiegen und sogar anhalten und die Gegend genießen. Manchmal bekommst du allerdings schöne Plätze gar nicht mit, weil du zu schnell fährst oder dich auf den Verkehr konzentrieren musst. Du bist immer auf vorgefertigte Straßen oder befestigte Untergründe angewiesen, um gut voranzukommen. Die Straßen führen dich zwar zu deinem Ziel, aber die schönsten Stellen erreichst du nicht, da sie für Autos unzugänglich sind. Das ist der Zustand der so genannten Erwachten, die ihr Leben schon ein wenig mehr steuern, sich aber immer noch zu sehr durch die Entscheidungen anderer leiten lassen.

Zu Fuß hast du die größte Selbstbestimmung über deinen eigenen Weg. Du kannst überall hingelangen, auch wenn es ein bisschen Übung und Vorbereitung braucht, den höchsten Berg der Welt zu erklimmen oder eine Wüste zu durchqueren. Es ist vielleicht gefühlt anstrengender, wenn man lieber schon am Ziel sein will, anstatt den Weg zu genießen. Doch kannst du die unzugänglichsten und schönsten Stellen der Welt erreichen und du kannst dir immer alles genau anschauen, da dich ein Halt keine Mühe kostet. Du kannst jede Blume, jeden Baum, jedes Tier bewundern und dich jederzeit in Ruhe mit den Menschen unterhalten, die dir unterwegs begegnen. Zu Fuß und ganz und gar selbstbestimmt musst du natürlich deinen Weg selbst wählen und die ganze Reise selbst planen und organisieren. Niemand baut für dich eine Straße oder Bahnlinie, die du einfach so nutzen kannst. Du musst dich um das Wissen bemühen, das du für deinen Weg brauchst und du darfst dich darum kümmern, dass dein Körper auf der Reise gesund und gut in Schuss bleibt. Deine Seele unterstützt dich dabei und führt dir alles was du brauchst einfach so zu, ohne dass es für dich mühevoll wird. Dafür darfst du die ganzen Wunder sehen, die dir deine Seele zeigt und dich von ihr mit Glaube an Wunder und der Liebe ans Leben versorgen lassen. So ungefähr sieht das Leben mit dem höchsten Bewusstsein aus.

Wenn es in deinem Leben nur darum geht, irgendwo anzukommen, also von A über B und C und dem restlichen Alphabet bis hin nach Z zu gelangen, dann versuch es mit dem Zug und mit dem Auto. Du wirst viel schneller deine Ziele erreichen und feststellen können, dass sie nie so sind, wie du sie dir vorgestellt hast.

Dafür wirst du immer das Gefühl haben, dass dir die wirklichen Wunder des Lebens entgangen sind. Je weniger du selbst organisierst und steuerst, je unbewusster du also lebst, desto mehr steuern andere dein Leben und bestimmen, wie du es lebst und wohin du reisen darfst und wohin nicht. Sie bestimmen, was du erlebst und was dir verborgen bleibt. Je mehr du dich in die Hände anderer (zu über 90%) unbewusst lebender Menschen begibst, desto mehr wirst du manipuliert, da genau das die Waffe der unbewussten Menschen ist, die in diesen Kategorien denken und nie das Wohl aller im Blick haben.

In meinem bisherigen Leben hat sich immer wieder bewahrheitet, dass ich mit steigendem Bewusstsein immer besser auf alle drei Teile und deren Zusammenspiel geachtet habe und immer mehr Situationen erlebt habe, die ich früher als Wunder bezeichnet hätte. In den letzten Jahren erlebte ich Dinge und gelangte an Plätze im Leben, an die ich vorher nie zu gelangen gedacht hatte und deren Erleben ich nicht in Erwägung gezogen hätte.

Je mehr ich in meine Mitte fand, desto mehr Erkenntnisse gewann ich, die ich mit der Realität abglich, und gelangte zu ganz erstaunlichen Ergebnissen. Wahrscheinlich bin ich immer noch nicht am höchsten Punkt der Pyramide angelangt, denn es gibt noch so vieles, das ich erfahren und erleben will und das meine Sichtweise und mein Bewusstsein verändert, dass ich nicht glauben kann, dass hier schon der Gipfel allen bewussten Seins ist. Allerdings weiß ich, dass ich in vielen Dingen bereits sehr bewusst bin.